Förderprogramme für die Digitalisierung

Die Digitalisierung der Wirtschaft ist die industrielle Revolution von heute. „Digitale Automatisierung“, „Hyperproduktivität“ und „Losgröße eins“ sind Schlagwörter der „digitalen Zukunft“, welche auch vor kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nicht Halt macht – mittelfristig wird sie das Kerngeschäft der meisten Unternehmen beeinflussen.

Die Mehrzahl mittelständischer Unternehmer hält die Digitalisierung zwar für notwendig, hat jedoch gleichzeitig Angst vor den Kosten, wegen fehlender Strategien oder mangelnder Sicherheit. oft fehlt es schlicht an den zeitlichen und personellen Ressourcen zur Gestaltung des digitalen Wandels.

An dieser Stelle setzt go-digital Sachsen an. Mit Förderprogrammen des Bundes und der Bundesländer unterstützen wir die Digitalisierungsinitiativen kleiner und mittlerer Unternehmen. Deren finanzielles Risiko beim Aufbau digitaler Geschäftsmodelle bzw. für die IT-gestützte Rationalisierung und Optimierung Ihrer internen Prozesse kann dank der Fördermittel minimiert werden.

Sie werden es sehen: Digitalisierung ist kein Hexenwerk. Richtig gemacht, lassen sich Kosten senken, die Produktivität steigern und sowohl Absatz als auch Umsatz des Unternehmens erhöhen.

Wir stellen Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Förderprogramme vor:

Hotline Fördermittelberatung

Tel: 0800 6646901

go-digital

Was wird gefördert?
go-digital unterstützt Vorhaben zur Digitalisierung des Geschäftsalltags in den drei Modulen Digitale Prozesse, digitale Markterschließung und IT-Sicherheit.
Gefördert werden Beratungsleistungen in einem ausgewählten Hauptmodul mit gegebenenfalls erforderlichen Nebenmodulen mit einem Fördersatz von 50 Prozent auf einen maximalen Beratertagesatz von 1.100 Euro. Der Förderumfang beträgt maximal 30 Tage in einem Zeitraum von einem halben Jahr. Die maximale Fördersumme beträgt 16.500 Euro.

Unterseite: Erklärung der drei Module in Kurzform

Wer wird gefördert?
Gefördert werden Handwerksbetriebe sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit bis zu 100 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz bis 20 Mio. Euro und der Betriebsstätte in Deutschland.

Wie wird gefördert?
Um die Unternehmen zu entlasten, übernehmen autorisierte Beratungsunternehmen die Antragstellung für die Förderung. Sie sind nicht nur für die Antragstellung und die Beratungsleistung selbst zuständig, sondern auch für die Abrechnung und die Verwendungsnachweisprüfung. Alle für das Förderprogramm „go-digital“ autorisierten Beratungsunternehmen werden auf der go-digital-Webseite veröffentlicht. In unserem Netzwerk sind das:

  • Real Experts Network GmbH (Dresden)
    (digitale Vernetzung und Zusammenarbeit in Unternehmen)
  • RICHTER PUHLFÜRST (Dresden)
    (Digitaler Markenauftritt, Shop/Website, UI Design, App Design, Bedienkonzepte, Informationsarchitektur)
  • DeviD GbR (Dresden)
    (Entwicklungsbüro für Individualsoftware)

Als koordinierende Stelle sind wir Ansprechpartner für Sie. (Kontakt) Entsprechend Ihres Projektes treffen wir eine Vorauswahl der geeigneten Projektpartner mit go-digital-Listung und organisieren ein kostenloses Erstgespräch.

Weiterer Ablauf

  1. Kostenfreies Erstgespräch zur Prüfung der Förderfähigkeit, Vorbereitung eines Lastenheftes
  2. Abschluss des Beratungsvertrages
  3. Go-digital Sachsen stellt Antrag auf Fördermittel
  4. Erhalt des Zuwendungsbescheides = Start der Maßnahme
  5. Umsetzungsphase
  6. Zahlung des Eigenanteils, Go-digital Sachsen erstellt Verwendungsnachweis
  7. Auszahlung des Förderbetrages an den Auftragnehmer

Sächsische Aufbaubank (SAB)

Die Phasen „Sondierung“ und „Ist-Stand-Erfassung“ sind durch Inanspruchnahme von Beratungen mit Hilfe des Förderprogrammes „Betriebsberatung/Coaching“ und die Umsetzung der daraus entstandenen Ergebnisse durch Inanspruchnahme von „E-Business“ förderfähig.

1. Betriebsberatung/Coaching

Jedes Projekt beginnt mit der sogenannten Initiierungsphase. Darin wird der Ist-Stand analysiert, es werden die Ziele festgelegt und erste Grobplanungen angestellt. Holen Sie sich dafür qualifizierte Experten ins Unternehmen – der Freistaat Sachsen fördert das in dieser frühen Projektphase mit dem Programm „Betriebsberatung/Coaching“.

Was wird gefördert?
Betriebsberatungen und Coaching zu verschiedenen Fragen der Unternehmensführung, insbesondere betriebswirtschaftlicher, finanzieller, technischer und organisatorischer Art. Seit der Überarbeitung der Sächsischen Mittelstandsrichtlinie gehört die Digitalisierung von nunmehr explizit zu den benannten Beratungsgegenständen.

Wer wird gefördert?
Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz im Freistaat Sachsen.

Wie wird gefördert?
Bei der ausgereichten Förderung handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Innerhalb eines Kalenderjahres können Ausgaben bis zu 16.000 EUR anerkannt werden. Die Beratungsförderung ist innerhalb von 12 Monaten nur einmalig möglich.

2. E-Business

Was wird gefördert?
Einführung und Weiterentwicklung moderner Informations¬ und Kommunikationstechnologien und Optimierung vorhandener betrieblicher Prozesse durch moderne, IT-gestützte Hilfsmittel. Darüber hinaus soll die Förderung dazu beitragen, den Schutz von Informationen und IT-Systemen zu verbessern. Die neue Förderkomponente heißt Informationsschutz.

Folgende Ausgaben sind zuwendungsfähig:

  • Planung, Konzipierung und Vorbereitung von Projekten (bis zu 5 Tagewerke)
  • technische Realisierung
  • Erwerb vorhabensspezifischer Software
  • Einführung der entwickelten Lösungen, inkl. Schulungen

Wer wird gefördert?
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus den Bereichen verarbeitendes Gewerbe, Handwerk, Handel, Dienstleistungen und Beherbergungsgewerbe. Unternehmen, die selbst als IT-Dienstleister in Betracht kommen, sind von der Förderung ebenso ausgeschlossen wie Unternehmen, die Finanz-, Assekuranz-, Vermittlungs- und Beratungsdienstleistungen anbieten.

Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses in Höhe von bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 40.000 EUR. Sie kann innerhalb von drei Jahren nur einmal gewährt werden.

Bund

Förderung unternehmerischen Know-hows

Die „Förderung unternehmerischen Know-Hows“ besteht aus einem Zuschuss zu den Beratungskosten. Nur beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelistete Berater dürfen die Beratung durchführen. So wird deren Qualität sichergestellt.

Was wird gefördert?
Gefördert wird die allgemeine Beratung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung. Die Digitalisierung als Querschnittsthema kann dabei Gegenstand der Beratung sein. Gefördert wird mittels eines nicht rückzahlbaren Zuschusses.

Wer wird gefördert?
Die „Förderung unternehmerischen Know-hows“ richtet sich an

  • Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmern)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Die Unternehmen müssen ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen.

Wie wird gefördert?
Die Höhe der Förderquote ist abhängig vom Unternehmenssitz. Sie beträgt in den neuen Bundesländern (ohne Berlin und ohne Region Leipzig) derzeit 80 % der förderfähigen Kosten, in besonders gut entwickelten Regionen hingegen max. 50 Prozent.

Die maximal förderfähigen Beratungskosten belaufen sich auf 4.000 € für Jungunternehmen sowie 3.000 € für Bestandsunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten.